Frühjahrsweltchampionat DK- Bronze Medaille!

zeusscolariDer Deutsch-Kurzhaar-Verein Mainfranken gratuliert herzlich seinen Mitgliedern, Elena Villa mit Junus von der Himmelsleiter und Herbert Heilmann mit Etzel vom Thüringer Zipfel, die die deutsche Mannschaft beim Frühsjahrsweltchampionat DK in Italien gestellt haben. Nicht sehr oft finden sich mutige Führer, die die weite Reise und die völlig anderen Bedingungen eines solchen Ereignisses auf sich nehmen. Es starteten 12 Nationen mit insgesamt 45 Hunden. Allein die Italiener hatten zwei Mannschaften a 4 Starter, während Deutschland die kleinste Mannschaft stellte- eben unsere zwei Mainfranken! Und unsere beiden Mitglieder schafften es auf Anhieb auf das Treppchen zu kommen und für Deutschland die Bronzemedallie der Mannschaft einzufahren!  Und nicht nur das! Elena Villa wurde mit Junus von der Himmelsleiter alias Zeus auch 3. in der Gesamtwertung und erhielt damit auch hier die Bronzemedaille! Herzlichen Glückwunsch und vielen, vielen Dank den beiden Starten, die unseren Verein so würdig und erfolgreich repräsentiert haben!

Hier mit dem Ehrenpräsidenten des Deutsch- Kurzhaar-Verbandes Prof. Herbert Lemmer.

Erzählung von Elena Villa über das Frühjahrsweltchampionat DK vom 28.-29. März 2014 „La Tollara“

 

Es waren die ersten Märztage, als ich zwischen dem einen und dem nächsten Patienten auf einen Anruf meiner Freundin Ingeborg antwortete, die Züchterin von Zeus alias Junus von der Himmelsleiter.

„Hallo Elena“- und ohne weiteres Vorgeplänkel: „Willst du Zeus für Deutschland beim FrühjahrsWeltchampionat Kurzhaar führen?“ …sie muss noch etwas anderes bezüglich Ort und Datum gesagt haben, aber ich hörte nicht mehr zu. In meinem Kopf sah ich nur die Ausschreibung. Pablo und die anderen unüberwindlichen Champions- und ich? Ich stotterte. „Ich weiß nicht , ich rufe Dich später zurück.“  Ich war total verwirrt. Stolz wie noch nie über den Vorschlag, aber zugleich schrecklich besorgt, dass ich der Aufgabe nicht gewachsen sein könnte. Ich wußte nicht, an wen ich mich wenden konnte, um die Prüfungsordnung richtig zu studieren und für einen ehrlichen Rat.

Ich dachte sofort an Stefano, (gemeint ist Stefano Dondé, auch er Mitglied DK-Mainfranken), auch er DK-Züchter, Freund und profunder Kenner der Rasse und meines Zeus. Ich rief ihn sofort an mit unzusammenhängenden Worten bezüglich der deutschen Mannschaft, bezüglich des Präsidenten des DKV, Herrn Prof. Lemmer. „Stefano, vielleicht bin ich nicht auf der Höhe der Leistung, die erwartet wird, vielleicht ist mein Hund nicht schnell genug, vielleicht sucht er nicht weit genug…“ Folgende Äußerung von Stefano überzeugte mich: „Elena, bring den Hund hin und mache die Punkte! Wenn die anderen wahre Phänomene sind, dann machen sie es besser.“

So haben Zeus und ich uns eingeschifft in dieses Abenteuer, mit der Demut, unser Arbeit zu machen, wie wir sie können: Suchen und Vorstehen von Wild.

Die deutsche Mannschaft  bestand aus Herbert Heilmann mit Etzel vom Thüringer Zipfel und mir mit Zeus alias Junus von der Himmelsleiter.

Der Präsident des DKV, Herr Prof. Lemmer war immer präsent und für seine Mannschaft da, er unterstützte uns und begleitete uns während der ganzen Veranstaltung und ließ es nie an seinem mutmachenden Lächeln fehlen.

 Präzise, herzlich und auf den Punkt gebracht war der Empfang durch den Kurzhaar-Club Italien  mit der persönlichen wertvollen Präsenz des Präsidenten Passini.

Das Gelände der Veranstaltung „La Tollara“ ist leicht hügelig, weite Wiesen und eine Vegetation die perfekt für Rebhühner ist, die sich schon verpaart hatten und die perfekte Kulisse dieser Prüfung bildeten. Die Anwesenheit von Niederwild auf dem Suchengelände war angemessen.

Meine Besorgnisse? Zeus hatte sich wenige Tage vor der Prüfung schwer an einem Zeh verletzt.  In den Tagen der Prüfung war die Wunde immer noch offen und schmerzte, das Auftreten des Laufes nicht immer sicher. Ich machte einen kleinen Verband und hoffte, dass es gut gehen würde.

Freitag früh, nach der suggestiven Präsentation der Mannschaft, lag es an uns das Eis zu brechen und den ersten Gang dieses Weltchampionates zu machen.

Beim Ansetzen gab mir Zeus mit einem Blick zu verstehen, dass ich seine verletzte Pfote vergessen konnte und dass wir alles stemmen könnten, und ich sagte ihm mit demselben Blick, also los, kleiner Bruder, legen wir los.“

Die Suche deckte das ganze Gelände ab, das uns zur Verfügung stand, um die Wahrheit zu sagen, war es nicht besonders ausgedehnt. Erst ein Feld mit Maisstoppeln, dann eine Wiese und schließlich ein Wäldchen, das man gerade erst  abgeholzt hatte.  Ohne meine Einwirkung wendet Zeus tosend und zwischen den Pflanzen, direkt vor Professor Lemmer steht er entschieden vor. Ich nähere mich und ein Paar Rebhühner fliegt auf. Zeus bleibt korrekt beim Abflug der Hühner und beim Schuss. Er nimmt die Suche wieder auf mit einem weiteren Suchenstil als zuvor und einer sehr angenehmen Regelmäßigkeit. Wir erhalten das dritte sehr gut und 5 Punkte vom Richterkollegium das durch Radice, Lemmer und Gapon gebildet wurde.

Herbert Heilmann mit Etzel hatte nicht so viel Glück. Er kam mit falschem Wind machte er ein Rebhuhn auf, das sich nicht vorstehen liess. Keine Punkt. Am Abend versammelten sich alle zum wunderbaren Galaessen, wir verbrachten  den Abend zusammen mit Herrn Professor Lemmer, seiner Gattin und mit meinem ersten Unterstützer, meinem Vater Enzo.

Am Samstag früh waren wir voll von Energie!  Abgesetzt in einem weiten und absolut geeigneten Gelände, das aber im Grunde etwas schwieriger war als das vom Vortag. Zeus zeigt  sein Unbehagen über die Wunde trotz Verband    und obwohl er eine entschiedene, passionierte und engagierte  Suche beibehält, merke ich, dass seine Suche etwas kürzer ist als gewohnt. Auf einmal hält er bei der Hälfte der Suche in einer Wiese an nach einer Phase die Untersuchung der Geläufes, das das Wild hinterlassen hatte. Plötzliche dreht der Wind, Zeus verliert den Faden. Das Richterkollegium bemerkt die Veränderung der Bedingungen sofort und bringt mich an einen anderen Punkt des Gebietes um erneut in den Wind zu suchen. Nach einigen sehr schönen Schleifen, steht Zeus erneut entschieden in der gleichen Zone wie zuvor vor. Ich nähere mich ihm und ein einzelnes Rebhuhn fliegt vor dem Hund auf. Wieder ist Zeus korrekt beim Abflug und beim Schuss. Der Suchengang schließt mit einer schönen Suche, die das ganze Gelände umfasst. Das Richterkollegium, bestehend aus dem Präsidenten des KCI Passini, und Vargas erteilt uns das zweite sehr gut und weitere 5 Punkte für Deutschland. Wieder aber haben Herbert und Etzel Pech. Sie finden ein Rebhuhn, das bereits fliegt und den Hund zum Hinterhersetzen verführt.

Mit den 10 Punkten für Zeus kommt Deutschland auf den dritten Platz von 12 Nationen und Zeus wird dritter Hund von 45 in der Gesamtklassifikation. Er war der einzige Hund, der an beiden Tagen punkten konnte.

Diese Weltmeisterschaft war voll von Befriedigung, unerwartet, nur einige Kilometer von meinem Zuhause hatte für mich den zusätzlichen Wert von großer Bedeutung, dass meine Eltern mit mir diese großen Gefühle teilen konnten.

Ich hoffe, dass meine Erfahrungen mit Zeus die Deutschen an diese Art der Prüfung heranführen könnten. Die DK, die in Deutschland gezogen werden, sind auf der Höhe der Anforderungen der internationalen Field trials auf höchstem Niveau, wenn sie darauf entsprechend vorbereitet werden. Ich wünsche mir, dass Deutschland im nächsten Jahr mit einer Mannschaft von vier Teilnehmern als komplette Mannschaft antritt!

Deutsch-Kurzhaar, voran! Elena Villa

Frühjahrs-Weltchampionat DK 2014

Frühjahrs-Weltchampionat DK 2014

Bringtreueprüfung 2014

Am Samstag, 22.2.2014 fand unsere diesjährige Bringtreueprüfung  mit 7 Hunden statt in Abwesenheit der 1. Vorsitzenden, die sich nach zwei Operationen noch im Wundbett befand. Am schnellsten aber war Bagira von der schwarzen Laaber mit Weiprecht von Seydlitz.

Ayla vom Rosental

Ayla vom Rosental

Ayla vom Rosental mit Hubert Reiter konnte die Prüfung bestehenwie auch Dr. Günther Fischer mit Anno vom Knyphauser Wald.

Anno vom Knyphauser Wald

Anno vom Knyphauser Wald

Auch Horst Fleischmann mit Laika vom Hasenkamp waren erfolgreich.

Laika vom Hasenkamp

Laika vom Hasenkamp

Ebenso konnten sich Gebhard Kunkel und sein Kastor von der Himmelsleiter über die bestandene Prüfung freuen.

Kastor von der Himmelsleiter

Kastor von der Himmelsleiter

 

Baghira von der Schwarzen Laaber

Baghira von der Schwarzen Laaber

Für das leibliche Wohl hatten Katharina Weidlein mit Kaffee und Kuchen sowie Peter Baumeister mit Wurstbrötchen und Getränken gesorgt. Leider hatte er mit seiner Hündin Emma von der Arensharde Pechund bestand nicht. Für jeden, der die Ergebnisse der Bringtreueprüfungen kennt, ist es nicht verwunderlich, dass nicht alle Hunde bestehen, denn nur ca. 40-50% sind bei der Prüfung erfolgreich. Viele Verleitungen wie Reh, Sauen und Hasen machen es den Hunden oft schwer, zum Fuchs zu gelangen.  Leider war auch Revierinhaber Volker Gümpelein mit seinem Kantus vom Massenbach nicht erfolgreich ….Die Richter versuchten das ihre, die nervösen Erstlingsführer zu unterstützen und ihnen die nötige Gelassenheit beim Warten zu vermitteln. Gehard Boxan, Peter Reichert und Günter Tröger hatten diese Aufgabe übernommen.reichertfritzi

Danke auch an Gertrud Interrante, die fleißig die neuen Polo-Shirts des Vereins unter die Leute brachte und Fritzi bei der Preisverleihung zur Hand ging.

Die Hauptarbeit aber hatten wie immer, Fritzi und Dr. Dieter Misch, die schon Wochen vorher das Revier besorgt hatten, die geeigneten Plätze erkundet, für die Bereitstellung der Verpflegung, das Schreiben der Einladung etc. gesorgt hatten!gertrud